Vom Auf- und Abstieg der Luxus-Warenhäuser

Ideen - Menschen - Kapital

Foto KaDeWe, Berlin - www.kadewe.de

Wenn Ideen, Menschen und Kapital zusammenkommen, entsteht Neues. Das war schon in früheren Jahrhunderten so. Die Klöster waren da ein gutes Vorbild. So brauten die Benediktiner Bier und bucken Brot. Die Karthäuser destillierten ihren Weinbrand und Schnäpse. Die Zisterzienser lagerten ihren Wein- und Ackerbau aus und widmeten sich ganz ihrer geistigen Kernkompetenz. Der Handel lag in den Händen von den Produzenten und den Kaufmannsleuten. Die Käufer, waren auf Gedeih und Verderb diesen Leuten ausgeliefert.

Wertheim - Die Demokratisierung des Konsums


Die Entwicklung
Die Entwicklung begann in Paris, der Hauptstadt des Genusses und des feinen Lebensstils. Hier entstanden, die heute noch bekannten Warenhäuser, Galleries Lafayette und Au Printemps.

Was heute selbstverständlich scheint, war vor mehr als hundert Jahren eine Sensation. Einkaufen in einem grossen Haus, mit festen Preisen, Barzahlung und Rückgaberecht und vor allem, mit einem riesengrossen Sortiment an edlen Waren aus der ganzen Welt.

Die Warenhäuser haben den konventionellen Einzelhandel revolutioniert, indem sie den Verkauf rationalisierten und zugleich eine wundervolle und edle Präsentation der Verkaufsinszenierung  erschufen.

Das Kaufhaus des Westens - Ka De We
Das prächtigste aller Warenhäuser aber, liess Georg Wertheim, 1897 in Berlin errichten. Dieses hatte Rolltreppen und prächtige Kristallleuchter. Wertheim wollte die wohlhabende Oberschicht zu konsumbewussten Warenhausflaneuren erziehen und verkaufte so exklusive Sachen, wie Pelzmäntel aus Zobel, Golduhren mit Diamanten, Bechstein-Flügel und Maybach-Automobile.

Der Untergang der Warenhäuser
Heute sind viele Handelsunternehmen im Internet zu Hause, die sogenannten virtuellen Unternehmen. Sie werden die Warenhäuser, die ehemaligen Kathedralen des Konsums, nach und ersetzen. Mit Ausnahme einiger wenigen, die dem Trend der Konsumenten entsprechen. Denn ihre global verknoteten Produktionsnetzwerke werden mit e-Commerce und den vielen e-Shops, den neuen virtuellen Kunden, alle Wünsche, zu viel günstigeren Preisen erfüllen können.

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http://www.brandeins.de/archiv/2014/genuss/luxus-industrie-bernd-kolb-club-of-marrakesh-anders-thomas-porzellan-manufaktur-nymphenburg-das-luxus-problem/


PS. Nur fehlt leider beim Einkauf im Internet, das haptische Einkaufsvergnügen...


Mit unternehmerischen Grüssen
Hugo Bühlmann
www.hugobuehlmann.ch






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