In welchem Stadium steht Ihr Unternehmen?

Geht es vorwärts - oder rückwärts?


Wer nicht mit der Zeit geht, geht mit der Zeit.
Friedrich Schiller


Gehört Ihr Unternehmen auch dazu?


Das Reifeunternehmen

In seiner Reife-Phase lebt das Unternehmen hauptsächlich von der Abschöpfung bereits erschlossener Potentiale, wobei man deren Reifungsprozess wiederholt durch gezielte Aktivitäten zu verlängern sucht.

Das Management versäumt mangels Innenorientierung (Intrapreneurship) neue entstehende Nutzenpotentiale zu erschliessen, stattdessen stehen interne Kostensenkungspotentiale im Vordergrund.

Das Wendeunternehmen

Die vom Wendeunternehmen erschlossenen Nutzenpotentiale befinden sich durchgehend in ihrer Niedergangsphase. Die Kunden werden mit veralteten Produkten beliefert, die Aktionäre oder Gesellschafter bangen um ihre Einlage, die Banken und der Fiskus, um ihr Geld.

Fazit:
Das Wende-Unternehmen lebt von seiner, in der Vergangenheit aufgebauten Substanz und "verbrennt" sie.

Die Krise im Unternehmen

Die Symptome einer akuten Krise zeigen sich dann - mit einiger Zeitverzögerung - in der operativen Dimension.

Die Gewinne gehen zurück, das Unternehmen gerät schliesslich in Liquiditätsschwierigkeiten, der Fremdkapitalanteil steigt, Kurzarbeit muss angeordnet werden, Mitarbeiter müssen entlassen werden, die Unzufriedenheit im Hause wächst, fähige Mitarbeiter verlassen das Unternehmen, usw.

Investitions- und Innovations-Stau

Das Management ist erstarrt, die Abwärtsspirale dreht sich weiter. Treue zur Unternehmenstradition hindert das Management daran, innovative Geschäftsideen zu entwickeln, mit denen neue Nutzenpotentiale erschlossen oder eine stärkere Profilierung in den angestammten Märkten erzielt werden könnte.

Es werden nur noch Schein-Innovationen, zum Beispiel in den Bereichen Verpackung, Produktimage, Verkaufsförderung oder aber in der Senkung der Preise durchgeführt.

Für Investitionen in effektivere und innovativere Vorhaben, mit denen mittelfristig- bis langfristig  neue Erfolgspositionen in attraktiven Märkten generiert werden könnten, ist scheinbar kein Geld vorhanden. Ohne Innovationen aber gerät die Gewinnmarge weiter unter Druck.

Das Management zögert immer noch, zieht zukunftsfördernden Projekte immer länger hinaus. Stattdessen wird das Produktesortiment und die Dienstleistungen zusammengestrichen.

Das Management will immer noch keine externen Berater und Unternehmensentwickler!

Die Gläubiger und die Banken setzen Druck auf. Der VR und das Management handelt immer noch nicht.

Das Unternehmen wird illiquid, der Konkurs droht.

Vogel Strauss - Politik

Insbesondere bei den älteren Unternehmern und Führungskräften, die sich dem Rentenalter nähern, kommt eine zunehmende Gleichgültigkeit gegenüber den Unternehmensproblemen hinzu, die sich etwa darin äussert, dass sie sich vermehrt ihren Hobbys zuwenden.

Sie spielen schlichtweg auf Zeit und versuchen, sich über die Pensionierungsgrenze hinüberzuretten, ohne die unangenehmen und aufwühlenden Restrukturierungsmassnahmen durchsetzen zu müssen.

Wann beginnen Sie wieder zu innovieren und restrukturieren?

Oder ist es schon zu spät?

Hugo Bühlmann
071 288 05 51





(Anmerk. d.V.-  teilw. Auszüge aus Unternehmensentwicklung von C. Pümpin /Ch. Wunderlin, Haupt Verlag Bern)

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