Es wird Zeit, den eigenen Weg zu finden


 

Es wird Zeit, den eigenen Weg zu finden –

 

Kaderleute und Unternehmer vor und im Un-Ruhestand

 
 
 
Wohin führt Ihr Weg?

 


Entlastung im Geschäftsalltag

 
Der Stress und die Überbelastung am Arbeitsplatz werden immer grösser. Mit 50 Jahren sind die meisten Berufstätigen auf dem Höhepunkt ihrer Karriere angelangt. Sie müssen sich mit Jüngeren konkurrenzieren um ihren Job zu behalten. Konkurrenzkampf und Ellenbogenmentalität sind an der Tagesordnung. Dies führt in vielen Fällen zu einem Burnout.



Was tun, wenn Sie sich in dieser Situation befinden?
 
„Sie müssen sich entscheiden. Menschen scheuen sich oft vor Entscheidungen, sie haben Angst Fehler zu machen. Wer keine Entscheidungen fällt, vergibt aber die Chance, neue Möglichkeiten zu entdecken.
 

„Am hilfreichsten ist ein neutraler Zuhörer, der neue Perspektiven aufzeigen kann  und keine Verzweiflung aufkommen lässt. Holen Sie sich Hilfe und Unterstützung im Bereich externer Geschäftsassistenz. Für das eigentliche Tagesgeschäft wäre dann mehr Zeit vorhanden und dringliche Aufgaben oder Projekte blieben nicht in der Schublade liegen“, meint dazu der St.Galler Management Coach und Familienberater Peter Haas. Er begleitet und betreut Kaderleute und Unternehmer, welche neue Wege und den Sinn des Lebens suchen.
 

Nachfolgeregelung – absehbar und doch vielfach aufgeschoben
 

„Jedermann sollte ersetzbar sein“, lautet die organisatorische Weisheit. Würde diesem klaren Grundsatz konsequent nachgelebt, dann wäre die Nachfolgeregelung in Familienunternehmen gar kein Thema. Tatsache ist aber, dass nur etwas mehr als ein Drittel der Patrons, die Stabsübergabe an die nächste Generation in Angriff nimmt. Aus der emotionalen Sicht des Unternehmers verständlich, denn es geht um die Abgabe von Macht, Verantwortung und Kontrolle. Berufliche und persönliche Gepflogenheiten müssen aufgegeben werden und neue Lebensgewohnheiten sind zu entwickeln.
 
Tatsache ist aber auch, dass pro Generationenwechsel im Schnitt 30% der Familienunternehmen untergehen. In grösserer Zahl kann dies zu einem volkswirtschaftlichen Schaden werden. Die Totalliquidation des Betriebes verursacht  auch eine arbeitslose Belegschaft und damit verbunden, einen Verlust von jahrzehntelangem Wissen und Erfahrung. Die Arbeitslosenkassen müssen einspringen und vielfach ist auch das Pensionskassenguthaben in Gefahr.

Rund ein Fünftel aller Familienunternehmen werden in den nächsten fünf Jahren an Nachfolger übertragen, verkauft oder liquidiert. In der Schweiz sind das rund 60 000 kleine und mittlere Unternehmen (KMU).

Perspektivensuche – Aufbruch nach dem Rückzug
 
In vielen Fällen wird die rechtzeitige Nachfolgregelung auch nicht in Angriff genommen, weil innerhalb der Familie nie oder zuwenig über dieses Thema diskutiert wird. Aus Angst vor einer persönlichen Auseinandersetzung mit sich selbst, den Familienangehörigen, den Mitarbeitern und dem Freundeskreis? Es werden sich  Sinnfragen für das weitere Leben stellen und sind allenfalls noch weitere versteckte Erwartungen, Träume, Ängste vorhanden? Wie geht es allenfalls in der Beziehung weiter, wenn die Firma nicht mehr im Mittelpunkt steht? Wie verändert sich die Beziehung zum Umfeld, zu den Nachkommen und zum Management?
 
Es wird entscheidend sein, sehr klare Vorstellungen zu haben, was den persönlichen Einfluss in der Firma anbelangt. Die neue Rolle als Verwaltungsratspräsident, Aussteiger, Konkurrent oder was auch immer, es muss für alle Beteiligten klar sein, sonst wird die Situation rasch untragbar.

Mögliche Lösungen für die richtige Nachfolgeregelung
 
Wenn sich die familieninternen Nachfolger nicht abzeichnen, ungenügend qualifiziert oder noch zu jung sind, könnte auch ein Management-Buyout durch die bestehende Geschäftsleitung, der Einsatz eines Interimsmanagers oder der Verkauf an Dritte in Betracht gezogen werden. Ebenfalls in die Beurteilung miteinbezogen werden müssen, die güter- und erbrechtlichen  Konsequenzen. Weitere Risikofaktoren sind zum Beispiel: der vollständige Verlust durch Krankheit, Schlaganfall, Herzinfarkt, Unfall oder das Ableben des Unternehmers, des Ehegatten oder beider.

Nichts ist leichter, als zu erben?
 
Die Generation 50plus oder Generation Gold ist die heutige Erbengeneration. Erben kann nicht nur Freude hervorrufen, erben kann auch eine Bürde sein. Ein renommierter Vermögensverwalter kennt Millionärserben, welche den ganzen Tag vor dem Fernseher sitzen und den Sinn des Lebens suchen. Die Fälle, in denen die Erben mit dem ihnen zufallenden Vermögen überfordert waren, sind Legion. Die deutschen Brüder Günter und Gert Bauknecht benötigten nur sechs Jahre, um die vom Vater geerbte Haushaltgerätefirma in den Konkurs zu treiben. Leider gibt es auch in der Schweiz genügend solcher Fälle von tragischer Überforderung.

Lebensträume realisieren und etwas bewegen
 
Endlich eigene Ideen verwirklichen, eigene Wege gehen und nochmals etwas völlig anderes machen, ist bei vielen Menschen ab 50 Jahren das eigentliche Motiv, um ein neues Unternehmen zu gründen oder ein Projekt zu starten.
 
Sich ein Denkmal setzen oder einfach Spuren hinterlassen, ist bei vielen im Un-Ruhestand ein Anliegen. Sie gründen Stiftungen und wollen persönlich und direkt Einfluss nehmen und ihre finanziellen Mitteln nicht einer anonymen Spendenorganisation zukommen lassen, sondern selbst die Kontrolle darüber haben.

An die Zukunft denken und Chancen ergreifen
 
Für viele Gründerinnen und Gründer ist Mangel an Selbstvertrauen eine nicht zu unterschätzende Bremse sich selbst zu verwirklichen. Mangel an Selbstvertrauen führt dazu, dass man sich zurückhält. Die einzige Möglichkeit sich in Richtung Erfolg zu bewegen, besteht in der Umsetzung des Wunsches oder Traumes und darin über die eigenen Grenzen hinaus zu gehen. 
  
Gründung im reifen Alter hat Perspektive. Wer sich mit Fünfzig, selbständig oder nochmals ein neues Geschäft aufmacht, hat noch rund dreissig Jahre Lebenszeit vor sich. Das ist vielen gar nicht bewusst. Was lässt sich in dieser Zeit nicht alles gestalten und erreichen?



 

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